
Das exklusive Böögg-Wetter!
Zürich, Sonntag. 19. April 2026; 11.00 Uhr
Das Glück scheint auf Seiten der Zünfte
An diesem Wochenende findet in Zürich das traditionelle Sechseläuten statt. Heute Sonntag ist es zunächst wechselnd bewölkt, und bis gegen Abend ist ein einzelner Regenguss möglich! Am Montag scheint mindestens zeitweise die Sonne, und es bleibt wahrscheinlich trocken. Die Temperaturen gehen aber auf 16 Grad zurück.
Am Montag wird in Zürich das traditionelle Sechseläuten mit dem Umzug und der Böögg-Verbrennung gefeiert. Dazu ist das Wetter freundlich. Es dehnt sich ein flaches Hoch zu uns aus, und die Höhenkaltluft wird nach Südosten abgedrängt. Konkret: Am Morgen gibt es noch Restwolken, dann setzt sich die Sonne immer besser durch. Am Nachmittag wechseln sich Sonnenschein und Quellwolken ab. Das Schauerrisiko ist aber in der Stadt gering, etwa bei 10 Prozent. Für den Fall der Fälle ist eine Pelerine im Sack nicht die schlechteste Lösung. Am Abend während der gegenseitigen Zunftbesuche ist es freundlich und trocken. Während dem Umzug gibt es maximal 16 Grad. Im Laufe der abendlichen Zunftbesuche gehen die Temperaturen auf 6 Grad zurück.
Die schützende Hand des Bischofs!
Lange sah es nach unbeständigem Wetter für den Montag aus. Wahrscheinlich hat sich der Churer Bischof, Joseph Maria Bonnemain, Ehrengast bei der Zunft Wollishofen, bei Petrus für das Zürcher Frühlingsfest eingesetzt. Dem Armeechef, Korpskommandant Benedikt Roos, der bei der Zunft zu Wiedikon eingeladen ist, wird das Wetter eher gleichgültig sein. Die Armee funktioniert schliesslich bei jedem Wetter! Sicher freuen wird sich Bundesrätin Elisabeth Baumes-Schneider, so kann sie die Ovationen des Publikums besser entgegennehmen. Sie ist Ehrengast bei der Zunft zum Weggen.
Der Böögg explodiert vielleicht wieder etwas früher
Lange Zeit galt der Böögg als Wetterprophet. Eine kurze Brenndauer versprach einen sonnigen und warmen Sommer. In den letzten Jahren dauerte es aber meist sehr lange bis zum Ableben des Bööggs. Die nachfolgenden Sommer waren aber trotzdem allesamt warm bis heiss. Dies hatte aber mehr mit dem Scheiterhaufen zu tun. Originalzitat eines Appenzeller Försters am Sechseläuten 2023: «Habt ihr in Zürich auch schon einmal ein richtiges Feuer gemacht?» Damals brauchte der Böögg satte 57 Minuten, und auf den meisten Zunftstuben war das Fleisch beim Nachtessen eher zäh. Sollte es diesen Montag tatsächlich trocken bleiben, könnte es den «kürzesten Böögg» der letzten 10 Jahre geben. Diese Marke liegt aktuell bei 9 Minuten und 56 Sekunden aus dem Jahre 2017.
Nächstes Böögg-Wetter: April 2027
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Dr. Felix Blumer, Meteounternehmer
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