Sechseläuten

Allgemein

Zunftleben bedeutet für die Constaffel und die Zünfte Geselligkeit sowie Pflege von Traditionen und Werten unserer schönen Stadt Zürich.

Zunfthäuser

Als Wahrzeichen der Stadt sind die Zunfthäuser rechts und links der Limmat wertvolle Zeitzeugen und der Stolz vieler Zünfte und Zünfter.

Jungzünfter

Die IZV ist der beliebte Treffpunkt junger Zünfter und der ideale Einstieg zum Kennenlernen der zöiftigen Traditionen und Gepflogenheiten.

Zunftmusik

Der Sechseläutenmarsch, gespielt von den Musikcorps der Constaffler und der Zünfte, ist als unverwechselbare Melodie der Ohrwurm des Zürcher Frühlingsfestes.

Allgemein

Zunftleben bedeutet für die Zünfte Geselligkeit sowie Pflege von Traditionen und Werten unserer schönen Stadt Zürich.

Nach dem Verlust ihrer letzten «staatstragenden» Aufgaben bestanden die Zünfte ab 1866 als Vereine weiter. Mit der Gründung der Zünfte der neueren Linie wurden die gemeinsame Feier des Sechseläutens und die Bewahrung von Tradition und Brauchtum zum Schwerpunkt der zünftigen Aktivitäten. Das Leben der Zünfte wird für die Öffentlichkeit am Sechseläuten besonders sichtbar. Die Zünfter treten in Kostümen auf die Strasse und geben der Stadt einen Hauch ihrer Vergangenheit zurück. Das Jahr hindurch bestreiten die Zünfte innerhalb ihrer eigenen Reihen verschiedene Anlässe. Im November findet bei den meisten Zünften das Martini- oder Rechenmahl statt. An diesem Herbstfest wird die Vereinsrechnung abgenommen und die Halbzeit im zünftigen Kalender gefeiert. Die Zünfte begehen diesen Tag in ihrem Zunfthaus mit einem Nachtessen und laden auch Gäste anderer Zünfte dazu ein. Viele Zünfte führen jeden Monat eine Veranstaltung durch. An diesen werden zunftspezifische Themen behandelt und Traditionen gepflegt – immer steht aber bei all diesen Anlässen die Geselligkeit im Mittelpunkt. In das Zunftleben während des Jahres sind in vielen Zünften auch die Partnerinnen und Familien eingebunden. So finden zunftintern Vortragsstämme statt oder es werden Ausflüge und Bälle durchgeführt.

26 Zunftportraits

Bei der nachfolgenden Auflistung der Zürcher Zünfte wurde der Zeitpunkt der Aufnahme ins Zentralkomitee der Zünfte Zürichs bzw. ins damalige Sechseläuten-Central-Comité berücksichtigt und nicht das Gründungsjahr der Zunft.

Gesellschaft zur Constaffel

Berufe

«Des ersten, ritter, edellúte, burgere, die ir geltent gut hant, kouflùte, gewantsnider, wechseler, goltsmide und saltzlùte». Ursprünglich: Städtischer Adel, Ritter und Edelleute, Goldschmiede, Gross- und Salzhändler. Zusätzliche Gruppen ab 1490 bzw. 1713 (siehe nachfolgende Rubrik «Hintergrund»).

Gründung

1336

Hintergrund

Als Gegengewicht zu den Handwerkerzünften vereinigte Bürgermeister Rudolf Brun in der Constaffel - «Constabilis» heisst treuer Gefährte - die einflussreichen Kräfte, welche bis 1336 die Stadt regiert hatten. Mit Ratsbeschluss von 1490 («Constaffelbrief») wurden der Gesellschaft zur Constaffel weitere Personengruppen zugeordnet: «Hintersäß (Niedergelassene) in unserer Stadt Zürich wohnend und sesshaft, so keine Zunft habend ... Lüt im Kratz oder andere». Diese vom Rat erzwungene Öffnung führte zu einer Spaltung der Gesellschaft in das «Stübli» (alter Kern) und die «bürgerliche Constaffel». 1713 umfassten die «Personen» (die bürgerliche Constaffel) Buchdrucker, Buchbinder, Glaser, Pastetenbäcker, Besitzer von Comestibles-Läden, Färber sowie «alle, die ihres thuns, Gewerbs und Handwerk halben an keine gewisse Zunft gebunden sind».

Wappen

Blasonierung: In Silber ein sitzender roter goldbewehrter Rüde mit roter Zunge und goldenem Halsband. Da einzig ihren Mitgliedern das Recht der Jagd zustand, führt die Gesellschaft zur Constaffel in ihrem Wappen einen roten Rüden (Jagdhund), welcher anfangs in Blau gehalten war, bis sich mit der Zeit rot durchsetzte.

Umzugssujet

Adlige, Ritter und Ratsherren im 14. Jahrhundert.

Constaffelherr

(seit 2015) Dr. Jürg Stüssi-Lauterburg

Zunftspiel

Spielsektion UOV Zürich

Zunfthaus

Haus zum Rüden
Limmatquai 42, 8001 Zürich
Tel 0442619566

Zunft zur Saffran

Berufe

«Krämer, und die nach Kram ir Kauffes farend» 1713 auch Apotheker (und Drogisten), Seckler (Bandagisten), Gürtler, Strehlmacher, Nadler, Posamenter (Seidenbandweber), Hutstaffierer, Federen-Schmücker, Bürstenbinder, Knopfmacher und Zuckerbecken.

Gründung

1336

Hintergrund

Rudolf Brun hatte erkannt, dass ein reger Handel eine Grundbedingung für den Aufschwung einer Stadt ist. Daher liess er den Vertretern des Handels nach den Constafflern den Vortritt vor den übrigen zwölf Handwerkerzünften und erwähnte die «Krämer- und Gürtlerzunft» an erster Stelle. Im Jahre 1445 verschwindet dieser Name; Haus und Zunft nennen sich neu «zur Saffran». Innerhalb der Krämerzunft bildeten sich anfangs zwei Gesellschaften. Die ältere nannte sich nach dem Zunfthaus «zu dem Schiff», die jüngere führte den Namen «zu dem Mörsel» (Mörser). Beide Gesellschaften besassen ihre eigene Zunftstube, was zu Differenzen und Streitereien führte, welche erst nach längerer Zeit beigelegt werden konnten. Die beiden Trinkstuben wurden abgerissen und auf deren Gelände 1447 ein einziges, neues Zunfthaus «zur Saffran» errichtet. Durch Zukäufe von Nachbarhäusern, Abriss und Neubauten wurde das Zunfthaus 1669/1670 vergrössert bis 1723 der am Limmatquai gelegene, im Stil der Régence gebaute Gebäudeteil, der das eigentliche Zunfthaus bildet, die bis heute erhaltene, endgültige Form fand.

Wappen

Blasonierung: In Blau zwei gekreuzte goldene Lilien. Lilien liefern den Blütenstaub «Saffran»; die Blume ist das Symbol des Krämerstandes.

Besonderheiten

Seit 1984 eröffnen die Mörserschützen der Zunft zur Saffran das Sechseläuten um 11.15 Uhr auf der Rathausbrücke mit einem Mörserschiessen.

Umzugssujet

Die Zünfter tragen Kostüme aus dem beginnenden 18. Jahrhundert, zum Teil die zivile Kleidung der damaligen Patrizier, und als Reitergruppe und Fahnenwache Uniformen aus jener Zeit. Die mit sogenannten Stockmörsern ausgerüsteten Mörserschützen tragen die Uniform der Zürcher Artilleristen nach 1700.

Zunftmeister

(seit 2011) Dr. Alex Rübel

Homepage
Zunftspiel

Harmoniemusik Helvetia Horgen www.harmonie-horgen.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Saffran
Limmatquai 54, 8001 Zürich
Tel 0442513740

Zunft zur Meisen

Berufe

«Wynschencken, Wynrueffer, Wynzuegel (Fasszieher), Sattler, Maler (Flach- und Kunstmaler) und Underkäuffer»

Gründung

1336

Hintergrund

Die ursprüngliche Bezeichnung für die Meise war die «Zunft zum Winlütten». Im Jahre 1449 kaufte sie «der Meysen hus» und übernahm dessen Namen. Nachdem die «Stube» nach und nach zu eng geworden war, liess sich die einflussreiche Zunft in der Mitte des 18. Jahrhunderts am Münsterhof ein barockes Palais bauen.

Wappen

Blasonierung: In Blau eine widersehende golden-schwarze Meise auf zwei links über rechts gekreuzten goldenen Fasshahnen. Mit der Zeit verschmolzen das ursprüngliche Zunftwappen (Fasshahnen) mit dem Meisen-Wappen zur heute bekannten Form.

Besonderheiten

Mit 230 Partizipanten und 40 Gesellschaftern ist die Zunft zur Meisen die grösste Zunft. Alle paar Jahre findet ein sogenannter «Sideleritt» statt. Die Meisenzünfter «reiten» nachts auf ausrangierten Stühlen ihres Zunftlokals quer über den Münsterhof zur Waag (bzw. alternierend auch umgekehrt), in deren Zunftstube sich die beiden Zunftmeister ein Rededuell liefern.

Umzugssujet

Mitte des 18. Jahrhunderts: Der grosse Harst der Meisen-Zünfter tritt als Bürger auf. Der Zunftmeister und sein Stab geben eine Vorstellung davon, wie Bürgermeister und Rat mit weisser Halskrause und feierlich schwarzem Habit am Schwörsonntag ins Rathaus eingezogen sind. Die Reitergruppe präsentiert sich als Zürcher Dragoneroffiziere. Die Jungzünfter und die Kindergruppe tragen die Wehntalertracht.

Zunftmeister

(seit 2015) Prof. Dr. Gustav von Schulthess

Zunftspiel

Harmonie Birmensdorf www.mhbirmensdorf.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Meisen
Münsterhof 20, 8001 Zürich
Tel 0442112144

Zunft zur Schmiden

Berufe

«Schmidt, Swertfeger, Kannengießer, Gloggener, Spengeler, Sarwuerckel, Schaerer und Bader». Neben den «gewöhnlichen» Schmieden nahm die Zunft auch die Kupfer-, Degen-, Messer-, Büchsen-, Nagel- und Zeugschmiede auf. Dazu die Rot- und Kannengiesser, die Gloggner (Glockengiesser), Zinngieser, Uhrenmacher, Sporrer, Spengler, Feilenhauer, Schleifer, Scherer (Barbiere) und Bader. «Sarwürckel» stellten Panzerhemden und -hosen her.

Gründung

1336

Hintergrund

Betrachtet man die Liste der den Schmieden zugeteilten Berufe, kann es nicht erstaunen, dass die Scherer und Bader sich bald absonderten, eine eigene Kasse führten und 1543 ein eigenes Haus «zum schwarzen Garten» kauften, nach welchem sich ihre Gesellschaft benannte. Die Bader waren verantwortlich für das öffentliche Bade- und Hygienewesen der Stadt. Die Scherer (Barbiere) entwickelten sich mit zunehmender Erfahrung (z. B. in Kriegen) zu Wundärzten und Chirurgen. Aus dem blossen Schröpfen und Amputieren entwickelte sich in ihrem Schoss allmählich eine differenzierte Heilkunde. Das Haus «zum schwarzen Garten» war die erste ärztliche Unterrichtsstätte Zürichs und blieb es bis ins Jahr 1833, als die medizinische Ausbildung an die neu gegründete Universität überging.

Wappen

Blasonierung: In Rot eine goldgekrönte goldene Schlange, einen schwarzen Schmiedhammer und eine schwarze Schmiedenzange umschlingend, mit einem am Schwanz hängenden Horn. Hammer und Zange, begleitet von einer Schlange als Symbol des Feuers sind Elemente, welche viele Schmiedenzünfte (im In- und Ausland) in ihrem Wappen führen. Das goldene Horn stammt vom gleichnamigen Haus, welches die Zunft 1412 erwarb und ihr auch eine Zeit lang den Namen gab.

Besonderheiten

Eine initiative Gruppe innerhalb der Zunft («Handwerk der Schmide») betreibt eine eigene Schmitte, in welcher alle Zünfter das ursprüngliche Schmiede-Handwerk erlernen und in ihrer Freizeit Gegenstände fertigen können.

Umzugssujet

Die Zünfter zeigen die Berufskleidung im 18. Jahrhundert: Ledernes Schurzfell, schwarze Zipfelmütze, das weisse Hemd mit nach innen hochgekrempelten Ärmeln (wegen der stiebenden Funken...), die schwarze Krawatte in der Mitte geknotet. Die Vertreter des «schwarzen Gartens» tragen dunkle Talare. Die Mädchen tragen die Zürcher Kirchentracht, welche in der ersten Hälfte, 18. Jahrhundert getragen wurde bzw. getragen werden musste (Sittenmandate).

Zunftmeister

(seit 2013) Rolf Schläpfer

Homepage
Zunftspiel

Harmonie Adliswil www.harmonie-adliswil.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Schmiden
Marktgasse 20, 8001 Zürich
Tel 0442505848

Zunft zum Weggen

Berufe

«Pfister (Bäcker) und Mueller»

Gründung

1336

Hintergrund

Zunftintern unterschied man klar zwischen Handwerksinnung und der mit politischen Rechten ausgerüsteten Zunft. In Handwerksangelegenheiten waren die Pfister und Müller von jeher getrennt; in politischen Dingen aber waren sie als sogenannte «gespaltene Zunft» miteinander verbunden. Dabei stellten die Pfister jeweils doppelt so viele Ratsmitglieder und Soldaten wie die Müller. Die Pfister teilten sich in «Fogenzer», d. h. solche, denen die Kunden ihr eigenes Mehl zum Verbacken brachten und «Feiler», welche Brot aus selbst gekauftem Mehl lieferten. Die Geschichte der Zunft zum Weggen im alten Zürich ist geprägt vom immerwährenden Kampf um ein redliches Brotgewicht. Nach einem Erlass von 1429 mussten die Mitglieder zu diesem Punkt sogar einen Eid ablegen; «Und wer dawider tut, den wellend unser herren strofen». Dieser Eid war eine zürcherische Eigenart. Auch heute gehören dem Weggen noch rund dreissig gelernte Bäcker und Müller an. Der Name «zum Weggen» geht auf das Hauszeichen am früheren Zunfthaus zurück.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein vierspeichiges goldenes Mühlrad überdeckt von einem schräggestellten goldenen Weggen.

Besonderheiten

Zum Andenken an Karl den Grossen werfen die Bäckergesellen am Sechseläuten um 11.00 Uhr beim Grossmünsterplatz Semmeli an die Zürcher Jugend aus, begleitet durch die Klänge der Zunftmusik. Es handelt sich dabei um einen Jahrhunderte alten Brauch welcher vom Chorherrenstift des Grossmünsters ausging.

Umzugssujet

Bäcker in schlichter, weisser Arbeitskleidung (18. Jahrhundert), auf dem die Spuren von Mehl nicht zu sehen sind. Vom Backofenwagen werden am Umzug rund 10'000 Semmeli in die Zuschauermenge geworfen.

Zunftmeister

(seit 2009) Christian A. Städeli

Zunftspiel

Fraktion Stadtmusik www.stadtmusik.ch

Zunfthaus

Restaurant Weisser Wind
Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich
Tel 0442511845

Vereinigte Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern

Berufe

«Gerwer (Gerber), Wyßlaederer (Weisslederer), Permendter (Pergamenter) und Schuhmacher»

Gründung

1336

Hintergrund

Die «Zunft zur Gerwe» und die «Zunft zur Schuhmachern» waren während der ganzen Zeit der Zürcher Zunftverfassung selbstständige Zünfte. Zu den Gerbern gehörten die Rotgerber, welche mit Gerberlohe feste Lederarten gerbten, die Weissgerber, die aus feineren Häuten weichere Ledersorten herstellten und die Pergamenter. Pergament spielte im Mittelalter nicht nur als Schreibmaterial eine wichtige Rolle, sondern auch bei der Bespannung von Fenstern vor der Einführung des Fensterglases. Die Schuhmacher, früher «Suter» genannte, sind die einzige Zunft, der keine anderen Handwerker zugeteilt waren. Aufgrund der durch die politische Umgestaltung 1866 bedingten Dezimierung erfolgte 1877 der Zusammenschluss der Gerber und der Schuhmacher zu den Vereinigten Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern.

Wappen

Blasonierung: In Silber ein nach links gewendeter blaubewehrter roter Löwe mit einem blauen Gerbermesser mit goldenen Griffen in den Vorderpranken und ein schwarzer Stiefel mit goldenem Stulpen und goldenem Sporn.

Besonderheiten

Im internen Betrieb der Vereinigten Zünfte wechseln sich der Gerber- und der Schuhmacher-Zunftmeister alle zwei Jahre im Amte ab. Der eine ist der aktive, amtierende Zunftmeister, während der andere im Amt eingestellt ist und als «stillstehender Zunftmeister» bezeichnet wird. Im ZZZ stellen die Vereinigten Zünfte zu Gerwe und zur Schuhmachern als einzige Zunft zwei Delegierte. Bei der Auslosung der Zugsreihenfolge am Sechseläuten ziehen jeweils beide einen separaten Stein und dürfen nach Abschluss der Verlosung entscheiden, welche der beiden gezogenen Positionen sie mit ihrer Zunft definitiv einnehmen wollen.

Umzugssujet

Einfache Handwerkstracht aus dem 18. Jahrhundert: Die Gerber erkennt man an den blauen Westen und dem Lederschurz; die Schuhmacher sind mit einer gelben Weste gekleidet und tragen eine grüne Schürze. Keine Reitergruppe.

Zunftmeister

(seit 2008) Prof. Dr. Alex Huber

Zunftspiel

Harmonie Fislisbach www.musik-fislisbach.ch

Zunfthaus

Savoy-Hotel Baur en Ville
Paradeplatz, 8001 Zürich
Tel 0442152525

Zunft zum Widder

Berufe

«Metzier, und die Vich und Rinder uff dem Lande kouffend, und zu den Metzien trybent»

Gründung

1336

Hintergrund

Die Zunft zum Widder war eine der wenigen Zünfte, welche eine kleine, geschlossene Berufsgruppe abdeckte, nämlich diejenige der Metzger und Viehhändler. Bereits Jahrzehnte vor der Zürcher Zunftverfassung arbeiteten die Viehhändler und Metzger in der städtischen Metzg beim Rathaus zusammen. Die Metzg wurde von der Stadt später mehrmals vergrössert und wies schliesslich insgesamt 38 Bänke aus. 1862 wurde die Fleischhalle an die Rathauswache angebaut und 1962 wieder abgerissen. Nach der Sage verteidigten die Metzger die Brun´ sche Zunftverfassung in der Mordnacht vom 23. Februar 1350 durch ihr entscheidendes Eingreifen. Als Dank erhielten sie vom Zürcher Rat den "Isengrind" geschenkt, einen Halblöwen auf einer Stange, als Ausdruck des bewiesenen Mutes, sowie das Recht zugesprochen, jeweils am Aschermittwoch auf den Lindenhof zu ziehen und dabei nebst Isengrind und Banner einen Bären mitzuführen, Sinnbild "des an der Kette gefangenen Feindes". Ausserdem durften sie als Schildfarbe ihres Banners das Weiss und Blau der Stadtfarben verwenden. 1401 erwarben die Metzger eine neue Trinkstube, das Haus "zum Widder" an der Ecke Rennweg/Widdergasse und nannten sich fortan Zunft zum Widder.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein aufgerichteter silberner, goldbewehrter Widder mit einem silbernen, goldgestielten Metzgerbeil zwischen den Vorderfüssen. Das Wappentier und der Name der Zunft wurden vom Namen des Zunfthauses übernommen, dem Haus «zum Widder». Die Farben des Banners (analog der Stadt Zürich) waren ein Privileg, welches der Zunft wegen ihres heldenhaften Einsatzes in der Mordnacht von Zürich (siehe Rubrik «Hintergrund») eingeräumt wurde.

Besonderheiten

1959 wurde ein Jahrhunderte alter Brauch wieder aufgenommen, die St. Petersfahrt, welche jedes Jahr Ende Januar/anfangs Februar stattfindet. Die St. Petersfahrt ist ein Umzug zur St. Peter-Hofstatt, wo bei Rede und Gegenrede dem Pfarrer ein veritabler Schinken überreicht wird. Der Pfarrer seinerseits erwidert das Geschenk mit 101 «Fasnachtschüechli». Die St. Petersfahrt ist eine der Wurzeln des uns heute bekannten Sechseläutens.

Umzugssujet

Die Zunft zum Widder präsentiert sich einheitlich gekleidet - unter beeindruckender Marschdisziplin- mit geschulterten Metzgerbeilen in ihrer Handwerkstracht (Ende 19. Jahrhundert). Mit Stolz werden auch die unter der Rubrik "Hintergrund" beschriebenen Ehrenzeichen Bär, Isengrind und Banner mitgeführt. Vom und um den Wagen mit dem Modell der Fleischhalle werden eigens für dieses Fest hergestellte Würste an die Zuschauer verteilt. Keine Reitergruppe.

Zunftmeister

(seit 2014) Georg Steiger

Zunftspiel

Harmonie Schlieren www.mhs-schlieren.ch

Zunfthaus

Widder Hotel
Rennweg 7, 8001 Zürich
Tel 0442242526

Zunft zur Zimmerleuten

Berufe

«Zymberluette, Muwrer (Maurer), Wagener, Trachsel (Drechsler), Holtzkaeuffer, Vaßbinder (Küfer) und Raebleute, die in unser Statt wohnhaft sind». In späteren Jahrhunderten bildeten zusätzlich die Schreiner, Steinmetzen, Hafner und Kübler (Hersteller von hölzernem Geschirr) eigene Sektionen der Zunft.

Gründung

1336

Hintergrund

Die Zunft zur Zimmerleuten ist ein typisches Beispiel dafür, wie die Brunsche Zunftverfassung verschiedenste Berufsgattungen - welche eigentlich miteinander nichts oder nur wenig gemein hatten - zu einer Zunft zusammenfasste. Die Zunft wurde so anfänglich als «Zunft der Zimmerleute, Maurer und (Fass)Binder» bezeichnet und es ist verständlich, dass sich für eine so bunt gemischte Gesellschaft lange Zeit kein einheitlicher Name durchsetzte. Im 16. Jahrhundert verkürzte man auf «Zimmerleuten Zunft». Im 17. und 18. Jahrhundert tritt der Name des Zunfthauses «Zum roten Adler» als Bezeichnung in den Vordergrund. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts setzt sich nach und nach die heutige Bezeichnung «Zunft zur Zimmerleuten» durch. Anfänglich von bescheidenem politischen Einfluss steigerte sich die Macht der Zünfte vor allem in der Reformationszeit in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Dies lässt sich bei der Zunft zur Zimmerleuten besonders gut zeigen. Zwinglis Wille zur Reform der Kirche, aber auch sein Kampf gegen die Reisläuferei polarisierte die Stadt. In der Diskussion über die Einführung der Reformation stand die Zunft zur Zimmerleuten geschlossen auf der Seite Zwinglis. Bisher eher ein politisches Leichtgewicht sahen die Zimmerleute jetzt die Chance gekommen, grössere Macht zu erlangen, da die Gegner Zwinglis überwiegend der Constaffel und den führenden Zünften (Saffran, Meisen) angehörten.

Wappen

Blasonierung: In Silber ein roter Adler. Die Bezeichnung des Zunfthauses wurde auf das Wappen übertragen und war lange Zeit auch Namensgeber der Zunft.

Umzugssujet

Die Zimmerleuten-Zünfter präsentieren sich in ihrer Handwerkstracht zur Zeit des Barocks (um 1650): Zimmerleute, Wallschläger (Bau und Unterhalt der Stadtbefestigung), Bauleute in Blau/Braun und Küfer in Grün/Rot und Rebleute. Eine der Gruppe trägt die Gewänder der Ratsherren (mit Halskrause) zu jener Zeit. Reitergruppe.

Zunftmeister

(seit 2015) Dr. Mathis Berger

Zunftspiel

Musikverein Harmonie Urdorf www.mvurdorf.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Zimmerleuten
Limmatquai 40, 8001 Zürich
Tel 0442505363

Zunft zur Schneidern

Berufe

«Tuchschaerer, Schnyder und Kuersener (Kürschner)».

Gründung

1336

Hintergrund

Alle in dieser Zunft zusammengefassten Berufe standen im Dienste der Bekleidung. Unter «Tuchschärer» sind Berufsleute zu verstehen, die nach heutigem Sprachgebrauch das gewobene Tuch ausrüsten: waschen, walken, pressen, glätten usw. Auf dieses Gewerbe geht die im Wappen abgebildete Tuchschere zurück. In der Folge der Reformation (anfangs 16. Jahrhundert) reglementierten Obrigkeit und Geistlichkeit u. a. den Kleideraufwand der Zürcherinnen und Zürcher bis in die Details. Mit Sittenmandaten, die vornehmlich gegen den Prunk und ausländische Einflüsse gerichtet waren, wurde versucht, die Lust am schönen und aufwändigen Auftreten zu bekämpfen. Um trotzdem die Wünsche der Kundschaft befriedigen zu können, mussten sich die «Modemacher» der Schneidern stets Neues einfallen lassen - bis zum nächsten Sittenmandat. Die Zunft nannte sich zwischen 1605 und 1907 «Zum Schaaff»; abgeleitet von ihrem Zunfthaus «zum Gälen Schaf».

Wappen

Blasonierung: In Rot ein Kürschpfahl zwischen einer silbernen Schneiderschere und einer silbernen Tuchschere. Zwischen 1538 und 1798 wurde - passend zum damaligen Namen «Zunft zum Schaaff» - auch im Wappen ein Schaf geführt.

Umzugssujet

Die Zünfter tragen den Biedermeierfrack mit Zylinder aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit grossen Scheren tauschen sie die Hüte der Zuschauer aus - wo solche überhaupt noch getragen werden. Die jungen Schneidergesellen - in ihren unübersehbaren Karo-Hosen - studieren jedes Jahr ein neues «Ballett» ein, welches sie während des Umzuges vor einem begeisterten Publikum aufführen.

Zunftmeister

(seit 2008) Jörg Zulauf

Zunftspiel

Fraktion Stadtmusik Zürich www.stadtmusik.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Schneidern
Stüssihofstatt 3, 8001 Zürich
Tel 0442617618

Zunft zur Schiffleuten

Stadtteil

«Vischer (Fischer), Schiffluette, Karer, Seyler und Tregel»

Gründung

1336

Hintergrund

Von allen in der Zunft zur Schiffleuten zusammengefassten Gruppen kam der Fischerei die Hauptbedeutung zu. Sie war am ältesten, und ihr oblag die Versorgung der Bevölkerung mit «weissem Fleisch» - insbesondere während der Fastenzeit. Die Fischer und Schiffleute vom «Oberen Wasser» arbeiteten auf dem See (inkl. Pilgertransport von und nach Einsiedeln); diejenigen vom «Niederen Wasser» auf der Limmat. Was die «Schifflüt im Underwasser» besorgten, erledigten «Karrer» und «Tregel» (Lastenträger) zu Land. 1489 schieden die Karrer und Träger aus der Zunft aus und konnten sich fortan einer beliebigen Zunft anschliessen. Die Seiler waren nie sehr zahlreich. 1637 zählte man neun, im 18. Jahrhundert zwischen sechs und acht Meistern.

Wappen

Blasonierung: In Rot gekreuzt ein goldener Schifferstachel und ein goldenes Ruder, oben von einem silbernen Anker, seitlich von zwei zugewendeten silbernen Fischen und unten von einem silbernen Seilerwirtel begleitet. Die Wappendarstellungen dieser Zunft variieren seit jeher das Thema der Berufsembleme (Wasserfahren, Fischen, Seilergewerbe), wobei die Wahrzeichen der Karrer und Träger vermutlich nie im Wappen erschienen sind.

Besonderheiten

1979 nahm die Zunft zur Schiffleuten das mittelalterliche Schifferstechen auf der Limmat wieder auf. Bei diesem alle drei Jahre durchgeführten Turnier versuchen sich die Teilnehmer (je ein Vertreter der Constaffel und aller Zünfte) mit einer Lanze gegenseitig von den Podesten der sich kreuzenden Weidlinge zu stossen. Ausserdem wiederholen die Schiffleute seit 1976 alle zehn Jahre die Hirsebreifahrt vom 20. Juni 1576 nach historischem Vorbild.

Umzugssujet

Die Schiffleuten-Zünfter tragen die Schifferstracht des 18. Jahrhunderts. Keine Reitergruppe.

Zunftmeister

(seit 2011) Dr. Peter K. Neuenschwander

Zunftspiel

Verenamusik Stäfa

Zunfthaus

Hotel Storchen
Weinplatz 2, 8001 Zürich
Tel 0442272727

Zunft zum Kämbel

Berufe

«Gartner, Oeler und alle Grempler»

Gründung

1336

Hintergrund

Die Mitglieder des Kämbel waren ursprünglich keine Handwerker im eigentlichen Sinn, sondern Gewerbetreibende und Lebensmittelkleinhändler. Später wurden auch die Salzleute, die «Wynzügel», die gegen Gebühr Wein in die Fässer abzogen und die im Dienst der Staatskellerei stehenden Weinfuhrleute im Kämbel zünftig. Es war Sache der Zunft, für den Verkauf von Waren durch ihre Mitglieder verbindliche Vorschriften aufzustellen, die von der Obrigkeit vor Inkraftsetzen geprüft wurden. Von 1487 an sind die Grempler im «Kürsiner-Huus» (der Kürschner) auf dem Münsterhof anzutreffen. 1489 erhielt das Haus den Namen «zum Kemel» oder nach anderer Schreibweise «zum Kämbel», wobei der ursprüngliche Bezug zur Kämelziege (Kaameel) der Kürschner mit der Zeit verlorenging. Der bedeutendste Kämbel-Zünfter war wohl Zürichs Bürgermeister, Hans Waldmann (1435 - 1489).

Wappen

Blasonierung: In Blau ein goldenes Kamel. Wappen und Name wurde vermutlich vom ehemaligen Zunfthaus am Münsterhof abgeleitet.

Besonderheiten

An jedem Sechseläuten legen die Kämbelzünfter, bevor sich an den Umzug begeben, einen Kranz am Denkmal ihres ehemaligen Zunftmeisters, Bürgermeister Ritter Hans Waldmann, nieder.

Umzugssujet

Die Kämbelzünfter fallen durch ihre orientalischen Trachten auf. Die Beduinen-Kostümierung ergab sich aus dem Wappentier und prägt das Bild der Zunft seit Beginn des letzten Jahrhunderts. Die Reitergruppe ist bekannt für ihre Art, den Böögg als wilde ungeordnete Schar im forschen Galopp zu umkreisen.

Zunftmeister

(seit 2010) Max Fritz

Homepage
Zunftspiel

Stadtmusik Dietikon www.stadtmusik-dietikon.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Haue
Limmatquai 52, 8001 Zürich
Tel 0442523362

Zunft zur Waag

Berufe

«Wollenwaeber, Wollenschlager, Grätucher (Grautucher) und Hutter (Hutmacher). Lyniwaeber, Lynwadter (Leinwandhändler) und Bleycher (Bleicher)»

Gründung

1440

Hintergrund

Für die damaligen beiden Textilzünfte kamen bald nach dem Tod von Bürgermeister Brun schwere Zeiten. Das durch den Bund mit den Eidgenossen gespannte Verhältnis zu Österreich hatte ihren bisherigen, traditionellen Abnehmerkreis verkleinert, ohne beim neuen Verbündeten neue, gleichwertige Märkte zu erschliessen. Der alte Zürichkrieg, der vierzehn Jahre dauerte, brachte die Wirtschaft der Stadt in katastrophale Schwierigkeiten; die gesamte Ausfuhr von Gütern erlahmte. So erstaunt es kaum, dass die Zahl der Wollen- und Leinenweber noch stärker zurückging als die Gesamtbevölkerung, welche sich von 1350 bis 1460 von 7´000 auf 5´000 Einwohner reduzierte. 1440 fanden die «Wollenen» samt den Hutmachern Unterschlupf bei den Leinenwebern, und seit diesem Zeitpunkt nennen sich die so zu einer Zunft vereinigten Handwerker nach ihrer Trinkstube am Münsterhof «zur Waag». Von der wirtschaftlichen Einbussen jener Zeit hat sich die Zunft nie mehr ganz erholen können. Ihre politische Bedeutung - ausser als Wahlkollegium - blieb gering; nur in Ausnahmefällen wurde sie, wie übrigens viele andere auch, um ihre Meinung gefragt. Ihre Hauptaufgabe bestand in gewerbetechnischen Funktionen und hier vor allem in der Wahrung des Qualitätsprinzips. Name und Wappen der Zunft, welche (erst) seit Mitte des 17. Jahrhunderts geführt werden, gehen auf das von den Leinenwebern 1385 erworbene Haus «zur Waag» (früher offenbar eine Apotheke) am Münsterhof zurück, in das nach der Fusion der beiden Zünfte 1440 auch die Wollweber einzogen.

Wappen

Blasonierung: In Blau eine goldene Waage mit schrägem Balken. Das Wappen geht auf das Zunfthaus zurück; siehe Rubrik «Hintergrund».

Besonderheiten

Alle paar Jahre findet ein sogenannter «Sideleritt» statt. Die Waagzünfter «reiten» nachts auf ausrangierten Stühlen ihres Zunftlokals quer über den Münsterhof zur Meisen (bzw. alternierend auch umgekehrt), in deren Zunftstube sich die beiden Zunftmeister ein Rededuell liefern.

Umzugssujet

Der Hauptharst der Waag-Zünfter stellt Hutmacher zur Zeit des Biedermeiers dar (1815-1848). Die «Bleicher», dargestellt von den Jungzünftern, erkennt man an ihren roten Jacken, der senfgelben Hose und dem Dreispitz. Die Zunft zur Waag führt nebst dem Webstuhlwagen auch die «Gigampfi-Wasserstampfi», die allereinfälltigste Wasserschöpfvorrichtung, mit. Die Bleicher brauchten diese, um Wasser vom See in ihre Bleichen zu schöpfen. Keine Reitergruppe.

Zunftmeister

(seit 2015) Philippe O. Welti

Homepage
Zunftspiel

Polizeimusik Zürich-Stadt www.polizeimusik.ch

Zunfthaus

Zunfthaus zur Waag
Münsterhof 8, 8001 Zürich
Tel 0442169966

Stadtzunft

Stadtteil

Ursprünglich: Kreis 1, die Stadt Zürich zur Zeit vor den Eingemeindungen (1893/1934)

Gründung

1867

Hintergrund

Um wahlberechtigt zu sein, musste bis zum Jahre 1866 jeder Stadtbürger oder niedergelassene Schweizerbürger, der Grund und Boden besass, einer Zunft angehören. Die Zünfte kannten daher zwei Arten von Mitgliedern: Die eigentlichen Gesellschaftsmitglieder (die wirklichen Zünfter) und die «politischen Zünfter», die bei «ihrer» Zunft - von der Stadtkanzlei zugeteilt - lediglich das Wahlrecht ausübten. Diese Einrichtung erübrigte sich mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Die politischen Zünfter hatten keine eigentliche Bindung zur Zunft und fanden aus Platzmangel in den Zunftlokalen verschiedentlich keine Aufnahme als Vollmitglied. Als in den Zeitungen zur Gründung einer allgemeinen «Stadtzunft» aufgerufen wurde, meldeten sich denn auch nicht wenige politische Zünfter: im März 1867 wurde durch 34 Interessenten (darunter 25 politische Zünfter) im «Schwanen» die Stadtzunft gegründet, um «den gleichen Zwecken zu dienen wie die alten Zünfte». Im gleichen Jahr wurde mit nunmehr 43 Mitgliedern das Sechseläuten gefeiert; inkl. Zunftbesuchen bei zwei historischen Zünften. Bereits 1868 war der Bestand auf 118 Mitglieder angewachsen. 1877 wurde die Stadtzunft von dem 1871 gegründeten «Sechseläuten-Central-Comité» (SCC) offiziell anerkannt und in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen. Der Name und das Wappen wurden - wie auch bei den historischen Zünften nicht unüblich - vom Zunftlokal, dem Gasthof Schwanen an der Schwanengasse, abgeleitet.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein schreitender silberner Schwan mit gespreizten Flügeln, goldener Bewehrung und roter Zunge. Der Gasthof Schwanen war das erste Zunftlokal der Stadtzunft.

Umzugssujet

Mit ihren Biedermeier-Kostümen erinnert die Zunft an die Zeit ihrer Gründung (1867). Das Zunftspiel präsentiert sich in der Ordonnanz 1862 der Schützentruppe.

Zunftmeister

(seit 2013) Dr. Marco Cereghetti

Zunftspiel

Schützenspiel UOG www.schuetzenspiel.ch

Zunfthaus

Hotel Marriott
Neumühlequai 42, 8006 Zürich
Tel 0443607070

Zunft Riesbach

Stadtteil

Riesbach

Gründung

1887

Hintergrund

Die Zunft Riesbach wurde im April 1887 in der damals noch selbstständigen Gemeinde Riesbach als «humoristische Gesellschaft» gegründet, um bei geeigneten Anlässen wie Fasnacht, Sechseläuten usw. Umzüge und Spiele zu veranstalten. Nach der 1893 erfolgten Eingemeindung von Riesbach entstanden Kontakte mit den alten Zünften der Stadt. Bereits im Jahre 1894 wurde die Zunft Riesbach eingeladen, am offiziellen Sechseläuten mitzumachen. Sie stellte zwei grössere Gruppen, und offenbar war ihr Auftritt und ihr Einsatz so überzeugend, dass die Zunft bereits 1896 als erste «Quartierzunft» in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen wurde.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silbernes Rebmesser mit goldenem Griff. Die Zunft übernahm das alte Riesbacher Gemeindewappen.

Göttizunft

Zunft zur Schiffleuten

Umzugssujet

Die Zunft zeigt in ihren Wehntaler-Trachten das Rebwerk im Laufe des Jahres und den «Wümet».

Zunftmeister

(seit 2012) Nils Walt

Zunftspiel

Korpsmusik Kantons-Polizei Zürich www.korpsmusik.ch

Zunfthaus

Restaurant «zum Grünen Glas»
Untere Zäune 15, 8001 Zürich
Tel 0442516504

Zunft zu den drei Königen

Stadtteil

Enge

Gründung

1897

Hintergrund

Mit der Stadterweiterung von 1893 wurde auch die Gemeinde Enge trotz ablehnender Mehrheit der Stadt Zürich einverleibt. «Drü Chünge», die Zunft der Engemer, wurde im Februar 1897 im Hotel «Rigi» (ehemals «Seehof») von 48 alteingesessenen Bürgern gegründet. Einen Monat später wurde die Zunft vom ZZZ in den Kreis der Zünfte aufgenommen und nahm mit 100 Mitgliedern bereits am darauffolgenden Sechseläuten teil. Die Zunft ist nach den Schutzheiligen der Kapelle benannt, die einst ungefähr an der Stelle des heutigen Bahnhofs Enge stand und den Heiligen Drei Königen geweiht war.

Wappen

Blasonierung: In Blau die goldenen Drei Könige mit einem goldenen Stern rechts oben. Die Zunft übernahm das Wappen der Gemeinde Enge, wobei man 1955 die bunten Gewänder der Heiligen Könige durch einfarbig goldene ersetzte und der silberne, fünfstrahlige einem goldenen sechsstrahligen Stern wich.

Göttizunft

Zunft zur Schmiden

Besonderheiten

Am Dreikönigstag (6. Januar) besuchen die drei Könige in ihren prächtigen Gewändern jeweils das Alters- und Pflegeheim Enge sowie abwechselnd bspw. die Kinderabteilung des Triemlispitals, die Taubstummenschule in Wollishofen oder auch eine Abteilung des Kinderspitals Zürich, wo sie Dreikönigskuchen verteilen.

Umzugssujet

Der Hauptharst der Zünfter bildet eine Gruppe von hablichen Engemern im Kostüm des zweiten Rokoko (1850 bis 1890); also kurz vor der Zunftgründung 1897. Eine zweite Gruppe stellt Seekadetten der Schiffskompanie von 1805 dar. Damit erinnert die Zunft an die Zeit, als die Schiffsflotte auf dem Zürichsee noch eine militärische Rolle spielte und Zürcher gegen Schwyzer Schiffe kämpften.

Zunftmeister

(seit 2014) Walter H. Käser

Zunftspiel

Harmonie Wädenswil

Zunfthaus

Kongresshaus Dreikönigsaal
Claridenstrasse 3, 8002 Zürich
Tel 0442063636

Zunft Fluntern

Stadtteil

Fluntern

Gründung

1895

Hintergrund

In der Folge der ersten Eingemeindung von 1893 gründeten 1895 zehn unternehmungslustige Fluntermer die «Zunftgesellschaft Fluntern», welche 1897 als «Zunft Fluntern» in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen wurde. Im gleichen Jahr nahm die Zunft erstmals am Sechseläuten teil.

Wappen

Blasonierung: In Blau zwei gekreuzte silberne Lilienstäbe. Die Zunft führt das Wappen der ehemaligen Gemeinde Fluntern und der Vogtei «Vier Wachten». Um 1900 tauchten drei Sterne im Wappen auf, um den Unterschied zur Zunft zur Saffran (goldene Lilienstäbe) zu verdeutlichen. Heraldisch ist der Unterschied aber so eindeutig klar, dass 1927 die Sterne wieder verschwanden.

Göttizunft

Zunft zur Saffran

Besonderheiten

Die Zünfterssöhne sind im eigenen, der Zunft verbundenen Verein «Fluntermer Zunftgesellen» organisiert.

Umzugssujet

Die Zünfter zeigen verschiedene Sujets aus Fluntern und der Stadt Zürich aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts: Die Reitergruppe präsentiert sich als Standesreiter des Alten Zürich, uniformiert in den Standesfarben. Die Gruppe «Hochwacht» zeigt auf ihrem Wagen das mit vier Soldaten und einem Wachtmeister besetzte Wachthäuschen, welches im alten Fluntern stand und Teil eines die Stadt umspannenden Alarmsystems war. Die Gruppe der «Fluntermer Grenadiere» und die Jungzünfter tragen die Uniform der Privatarmee des Fluntermer Leutnants Alexander Notz. Zur Erinnerung an das Augustinerkloster St. Martin, das vom 12. bis ins 16. Jahrhundert auf dem Zürichberg stand, führt die Zunft den Klosterwagen mit, begleitet vom Prior und einigen Augustiner-Chorherren. Das Zunftspiel und eine weitere Kostümgruppe präsentieren sich als «Herrliberger Ausrufer», Handelsleute und Gewerbetreibende, welche ihre Waren lauthals auf der Strasse anpriesen. Stadtbürger schliesslich zeigen, wie farbig sich die Herren in der Mitte des 18. Jahrhunderts kleideten.

Zunftmeister

(seit 2016) Urs Berli

Zunftspiel

Stadtmusik Kloten www.stadtmusik-kloten.ch

Zunfthaus

Zunft Hottingen

Stadtteil

Hottingen

Gründung

1897

Hintergrund

Die Zunft entstand im Gefolge der Stadtvereinigung von 1893 und wurde im April 1897 mit der imponierenden Zahl von 130 Mitgliedern gegründet und noch im gleichen Jahr in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen. Hottingen gehörte seit dem 15. Jahrhundert zur sogenannten inneren Vogtei «vier Wachten». Es gehörte auch zum Stadelhofer Zehnten und war dem Chorherrenstift am Grossmünster tributpflichtig.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein vierblättriges grünes Kleeblatt. Das Zunftwappen orientiert sich am Wappen der Gemeinde Hottingen, wobei man die Darstellung des Kleeblattes gegenüber demjenigen im Gemeindewappen leicht veränderte, indem man den Stiel wegliess.

Göttizunft

Zunft zum Kämbel

Besonderheiten

Am Sechseläuten-Vormittag (alternierend mit der Zunft zur Schmiden) begibt sich eine Abordnung der Zunft Hottingen, die sieben Aufrechten mit dem «Freundschaft in der Freiheit»-Fähnlein voran, zu einer kleinen Gedenkfeier für den 1890 verstorbenen Dichter Gottfried Keller an dessen Grab auf den Friedhof Sihlfeld.

Umzugssujet

Der Hauptharst vermittelt ein Stimmungsbild von der eleganten und fröhlichen Zeit des frühen Biedermeiers (um 1820). Mit der kostümierten Gruppe des «Fähnleins der sieben Aufrechten» gedenkt sie des viele Jahre in Hottingen wohnhaften und auch verstorbenen grossen Zürcher Dichters Gottfried Keller. Eine weitere Gruppe präsentiert sich als Sappeure und Arilleristen zu Fuss und Pferd, das Zunftspiel als Infanteristen und die Reiter als Zürcher Dragoner um 1818. Mit der mitgeführten Feldkanone werden Salutschüsse abgefeuert.

Zunftmeister

(seit 2014) Marcus A. Gretener

Zunftspiel

Harmonie Kilchberg

Zunfthaus

Zunfthaus am Neumarkt
Neumarkt 5, 8001 Zürich
Tel 0442527939

Zunft zu Wiedikon

Stadtteil

Wiedikon

Gründung

1897

Hintergrund

Wiedikon war ehemals eine «innere Vogtei», welcher zwei in der Stadt residierende Obervögte vorstanden. Sie wurde 1799 selbstständige Gemeinde und rund hundert Jahre später anlässlich der ersten Eingemeindungsrunde 1893 zu einem Quartier der Stadt Zürich.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein von Rot und Silber geteilter goldgefasster Reichsapfel mit einem goldenen Kreuz. Das Zunftwappen ist identisch mit dem Wappen der Gemeinde Wiedikon. Der Reichsapfel erinnert an den einstigen königlichen Reichshof Wiedikon.

Göttizunft

Zunft zur Schneidern

Besonderheiten

Der alljährlich im Januar stattfindende «Bürgertrunk» basiert auf einem aus dem 17. Jahrhundert stammenden Brauch, an welchem in der Wiediker Gemeindestube jeder volljährige Bürger von mittags 2 Uhr bis abends 9 Uhr soviel Wein trinken und soviel Rindfleisch und Brot essen konnte, wie er wollte.

Umzugssujet

Die Wiediker erinnern an den grossen mittelalterlichen Reichshof und den königlichen Besitz auf dem Gebiet ihrer früheren Gemeinde. Reiter und Zünfter präsentieren sich in den farbenfrohen Gewändern des ritterlichen Mittelalters Mitte/Ende des 13. Jahrhunderts.

Zunftmeister

(seit 2013) Dr. Felix Blumer

Zunftspiel

Brass Band Zürich (bbz)

Zunfthaus

Gasthof zum Falken
Birmensdorferstrasse 150, 8003 Zürich
Tel 0444635525

am Sechseläuten Restaurant Aura
Bleicherweg 5, 8001 Zürich
Tel 0444481144

Zunft Wollishofen

Stadtteil

Wollishofen

Gründung

1900

Hintergrund

Im Gegensatz zu den Zünften zu den Drei Königen, Fluntern, Hottingen und zu Wiedikon erfolgte die Gründung der Zunft Wollishofen erst sieben Jahre nach der Eingemeindung. Grund für diese Verspätung war der energische Protest der Wollishofer gegen ihre Eingemeindung von 1893. Erst ein Bundesgerichtsentscheid verfügte definitiv die Zugehörigkeit Wollishofens zur Stadt Zürich. Dann aber ging die Gründung flott vonstatten. Den Entschluss dazu fassten im Oktober 1899 zwanzig Wollishofer auf einem Ausflug nach Herrliberg. Im Januar 1900 wurde die Zunft gegründet und nahm 1902 erstmals am Sechseläuten teil.

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Gold und von Silber mit zwei roten Balken. Es handelt sich dabei um das Wappen der Gemeinde Wollishofen.

Umzugssujet

Die Zünfter präsentieren sich in Bauerntrachten aus dem nahen Knonaueramt. Die Männer tragen die schwarzen Sonntagstrachen; die am Umzug teilnehmenden Frauen entweder die Knonauer Festtags-, Sonntags- oder Werktagstracht. Auch eine Bauernhochzeit mit dem Brautfuder als Mittelpunkt wird gezeigt.

Zunftmeister

(seit 2016) Hansruedi Strasser

Zunftspiel

Musikverein Oberrieden

Zunfthaus

Restaurant Belvoirpark
Seestrasse 125, 8002 Zürich
Tel 0442868844

Zunft Hard

Stadtteil

Aussersihl und Industriequartier (Stadtkreise 4 und 5)

Gründung

1922

Hintergrund

Die Anfänge der Zunft Hard gehen auf eine Initiative von Aussersihler Gewerbetreibenden zurück, denen zunächst allerdings die Gründung eines Gewerbevereins oder eines Handwerkerrings vorschwebte. Es obsiegte schliesslich die Idee einer Zunft, welche von rund drei Dutzend, im Quartier ansässigen Männern im April 1922 aus der Taufe gehoben wurde; dreissig Jahre nachdem die vormals selbstständige Gemeinde Aussersihl in der Stadt Zürich aufging. Die Zunft wurde vom ZZZ noch 1922 in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen, nachdem der ursprünglich vorgesehene Name «Zunft Aussersihl Hard» in «Zunft Hard» geändert und anstelle des Aussersihler Ankers der Hardturm für das Zunftwappen übernommen wurde. Als erste der Zünfte der jüngeren Linie entschloss sich die Zunft Hard zum Bau eines eigenen Zunfthauses: 1974 konnte - unweit der Stadtmitte - das Restaurant «Werdgut, Zunfthaus Zunft Hard» eingeweiht werden.

Wappen

Blasonierung: In Blau über silbernem Wellenbalken ein gemauerter silberner Turm mit drei Erkern und rotem Dach. Das Wappen zeigt den frühmittelalterlichen Hardturm, der auf der «Au in der Hard» - noch heute - steht, welche zu Aussersihl gehört. Die Wellenbalken stehen für die Limmat, die neben dem Hardturm vorbeifliesst. Die Wellenbalken ersetzten 1954 den bis dahin im Wappen geführten grünen Dreiberg.

Umzugssujet

Die Zunft Hard trägt Kostüme aus der Zeit des Rokoko um 1750: Junker mit ihren Amazonen hoch zu Ross, würdevolle Ratsherren, Richter und Weibel, Professoren und Studenten am Carolinum, Bürger und Händler. Das Zunftspiel ist als «Angehörige der gemeinen bürgerlichen Ämter und Dienste» kostümiert; die Reitergruppe als vornehme Jagdgesellschaft.

Zunftmeister

(seit 2015) Till Gontersweiler

Homepage
Zunftspiel

Stadtmusik Bülach

Zunfthaus

Restaurant Werdguet
Morgartenstrasse 30, 8004 Zürich
Tel 0442425959

Zunft zu Oberstrass

Stadtteil

Oberstrass

Gründung

1925

Hintergrund

Die erstmals 1376 erwähnte «obere Strass» (heute: Culmannstrasse) führte vom Neumarkttor nordwärts nach Winterthur. Sie gab der bis 1893 selbstständigen Gemeinde den Namen. In Oberstrass, zwischen Peterstobel und Spitalerbach, befand sich am Ende des äusseren Letzigrabens bis zu dessen Zerstörung 1444 während des alten Zürichkrieges ein turmartiges Wachthaus, «Krattenturm» genannt. Bereits um 1900 befasste man sich in Oberstrass mit dem Gedanken, eine Zunft zu gründen. Die Bestrebungen verliefen im Sand. Rund 24 Jahre später formierten sich sieben initiative Bürger zur «Krattenturmgesellschaft» mit dem Ziel, in Oberstrass eine eigene Zunft zu gründen. Im April 1925 war das Ziel erreicht: 96 Mitglieder unterzeichneten im «Lindensaal» die Gründungsurkunde, getreu den Worten: «Oberstrass zur Ehr, Zürich zur Wehr!»

Wappen

Blasonierung: In Blau ein silberner Turm mit silber-blau gesparrtem Tor, drei Erkern und rotem Dach.

Göttizunft

Zunft Riesbach

Besonderheiten

Die Zunft zu Oberstrass führt jeweils im Juni anlässlich des Obersträssler Quartiermarktes mit ihrem grossen, pferdebespannten Leiterwagen Quartierrundfahrten durch. Der durch die Zunft aufgerundete Erlös wird einer Kinderspielgruppe im Quartier geschenkt.

Umzugssujet

Das von der Zunft zu Oberstrass dargestellte Sujet ordnet sich in die Mitte des 18. Jahrhunderts ein und teilt sich in zwei Gruppen auf: Zum einen die Reitergruppe und das Fussvolk in den leuchtend roten Uniformen des Schweizer Garderegiments in französischen Diensten (Musketiere und Pikeniere mit ihrer Regimentsfahne). Zum anderen der Untervogt mit den Geschworenen und seinem Gefolge in Bauernkleidern.

Zunftmeister

(seit 2012) Rolf A. Siegenthaler

Zunftspiel

Musikverein Harmonie Zürich-Oberstrass, www.mv-oberstrass.ch

Zunfthaus

Restaurant Linde Oberstrass
Universitätstrasse 91, 8006 Zürich
Tel 0443622109

Zunft St. Niklaus

Stadtteil

Oerlikon, Seebach und Affoltern (Stadtkreis 11)

Gründung

1933

Hintergrund

Bereits ein Jahr vor der zweiten Eingemeindung vom Januar 1934 wurde von zwei unterschiedlichen Gruppierungen aus den vier Glatttal-Gemeinden Oerlikon, Seebach, Affoltern und Schwamendigen die Gründung einer Quartierzunft diskutiert und vorangetrieben. Es war eine turbulente Zeit, kam doch in Deutschland gerade Adolf Hitler an die Macht. Vielleicht auch aus diesem Grund fanden sich schon am 28. Dezember 1933 stolze 88 Gründerväter zur offiziellen Zunftgründung zusammen. Mit einer freundnachbarlicher Einigung nahm man beim Namen Bezug auf die in Zürich Nord gelegenen und bereits frühgeschichtlich erwähnten St. Niklaus-Kapellen. Die neue Zunft wurde 1934 vom ZZZ in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen und nahm im gleichen Jahr auch erstmals am Sechseläuten teil. Mit der Abtrennung von Schwamendingen im Jahre 1971 als Kreis 12, bildete sich dort 1975 eine eigene Quartierzunft, welcher man als Göttizunft zur Seite stand.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein schräger silberner Wellenbalken, begleitet von einem goldenen Stern und einer silbernen Pflugschar. Das Wappen der Zunft St. Niklaus ist eine Verschmelzung der drei Gemeindewappen von Oerlikon (Pflugschar), Seebach (Fluss und Stern) und Affoltern (Stern).

Göttizunft

Zunft zur Schmiden

Umzugssujet

Da die Gegend um Oerlikon bis 1442 zur Grafschaft Kyburg gehörte, wählte die Zunft dieses entsprechende Sujet für das Sechseläuten. Für die Ausgestaltung der Kostüme war jedoch nicht das 15. Jahrhundert, sondern die so genannte «Brauchrechnung» massgebend, wie sie etwa um 1750 herum alljährlich im Herbst stattfand. An diesem Tag wurde jeweils die «Brauchsteuer» neu festgelegt. Dies war jene Steuer, die die Verwaltungsaufgaben der Vogtei zu decken hatte. Im Gegenzug organisierte der Vogt ein Fest auf der Kyburg, dessen Auftritt die Zunft am Sechseläuten darstellt. Stolz ist die Zunft auf ihre Kyburger Reiter, einer historisch verbürgten Dragonerkompanie, die sich aufgrund ihrer Verdienste im zweiten Villmergerkrieg das Vorrecht verdiente, die rot-gelbe Uniform zu tragen.

Zunftmeister

(seit 2014) Ruedi Vontobel

Homepage
Zunftspiel

Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach www.stadtharmonie.ch

Zunfthaus

Restaurant Carlton
Bahnhofstrasse 41, 8001 Zürich
Tel 0442271919

Zunft Höngg

Stadtteil

Höngg

Gründung

1934

Hintergrund

Die Gemeinde Höngg ging am 1. Januar 1934 in der Stadt Zürich auf. Bestrebungen für eine Zunft Höngg regten sich schon 1933 und führten am 22. Januar 1934 zur Gründung und Organisation, Anerkennung durch das ZZZ und Teilnahme am Sechseläuten 1934.

Wappen

Blasonierung: in Rot auf grünem Boden eine um einen goldenen Stickel rankende grüne Rebe mit drei Blättern und drei blauen Trauben, beseitet oben rechts von einem silbernen Tatzenkreuz und oben links von einem silbernen Rebmesser mit goldenem Griff. Die Zunft übernahm das Wappen der vordem selbständigen Gemeinde Höngg.

Besonderheiten

Höngg war noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit etwa 130 Hektaren Rebfläche die drittgrösste Rebgemeinde des Kantons Zürich. Darum stehen bei der Zunft Höngg die Pflege und Darstellung des Rebbauern-Brauchtums im Vordergrund. Eine Gruppe von Zünftern pflegt die rund 250 der Zunft gehörenden Rebstöcke im 1986 neu angelegten Rebberg ?Klingen?.

Umzugssujet

Die Höngger Zünfter kleiden sich in der Sonntagstracht von Jakob Gujer, genannt ?Kleinjogg?, dem berühmten Musterbauern (u.a. Erfinder des Düngens) in der Katzenrüti. Das Zunftspiel trägt ein Küfergewand.

Zunftmeister

(seit 2010) Daniel Fontolliet

Zunftspiel

Musikverein Zürich-Höngg www.hoenggermusik.ch

Zunfthaus

Restaurant Desperado / Mühlehalde
Limmattalstrasse 215, 8049 Zürich
Tel 0443417040

Sechseläutenabend Bahnhofbuffet Au Premier
Bahnhofplatz 15, 8001 Zürich
Tel 0442171515

Zunft zur Letzi

Stadtteil

Altstetten und Albisrieden (Stadtkreis 9)

Gründung

1934

Hintergrund

Die Gründung der Zunft zur Letzi war eine Folge der zweiten Eingemeindungswelle von 1934. Bereits im Juni 1934 fand im Gasthof «Löwen» in Altstetten mit 116 Mitbürgern die Gründungsversammlung statt. Die männliche Bevölkerung von Altstetten leistete der Stadt Zürich Kriegsdienst. Die Männer von Rieden am Albis (Albisrieden) wurden den Schuhmachern und diejenigen von Altstetten den Webern (Waag) zur Bewachung und Verteidigung der Stadt zugeteilt. «Letzi» war die Bezeichnung für Befestigungs- und Vorwerke der Stadt Zürich. Die Zunft wählte ihren Namen in Erinnerung an die Wälle und Gräben, die sich zum Schutze der Stadt durch die beiden Gemeinden hinzogen.

Wappen

Blasonierung: Über einem erhöhten silber-blau-silbernen Wellenbalken schräggeteilt von Silber und Blau und darunter gespalten von Gold mit einem schwarzen Zinnenturm auf einem schwebenden roten Dreiberg und von Blau mit einem goldenen Tatzenkreuz. Das Zunftwappen zeigt, dem Stadtwappen untergeordnet, den Turm und das Tatzenkreuz der Gemeinden Altstetten und Albisrieden. Über beiden Wappen der Letzigraben, der sich im 14. und 15. Jahrhundert als äussere Verteidigungslinie der Stadt Zürich durch d

Göttizunft

Vereinigte Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern

Besonderheiten

Immer im Spätsommer/Herbst führt die Zunft zur Letzi jeweils eine öffentliche «Zehntenabgabe» durch, bei welcher die Insassen des Krankenheims Bachwiesen beschenkt werden.

Umzugssujet

Wehrhafte Zürcher Bauern aus dem 14. und 15. Jahrhundert sowie Landsknechte in Uniformen der Renaissance (15. Jahrhundert), in den Schweizer Farben Rot und Weiss.

Zunftmeister

(seit 2014) Jürg Vogel

Zunftspiel

Harmonie Zürich Altstetten www.mha.ch

Zunfthaus

Restaurant Turm
Obere Zäune 19 / Napfplatz, 8001 Zürich
Tel 0432683940

Zunft Schwamendingen

Stadtteil

Schwamendingen

Gründung

1975

Hintergrund

1971 wurde Schwamendingen als eigener Stadtkreis vom bisherigen Kreis 11 abgetrennt. Schon bald danach erwachten im Gewerbeverein Schwamendingen Bestrebungen, nun auch im neuen Stadtkreis 12 eine eigene Zunft zu gründen. Die Gründungsgeschichte beginnt 1970 mit einer Besprechung von Initianten mit Zunftmeister und Statthalter von St. Niklaus. Sie endet nach der Gründungsversammlung vom April 1975 mit der Aufnahme unter die anderen Zünfte im November und der Teilnahme als voll formierte Zunft am Sechseläuten 1976. War der Name zuerst in der Vorbereitungszeit «Zunft von der Glatt» gewesen, so setzte sich doch zum Schluss der alte Gemeindename durch.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein rechter silberner Flankenwellenpfahl und eine silberne Pflugschar. Es handelt sich dabei um das alte Wappen der Gemeinde Schwamendingen aus dem 13. Jahrhundert, dessen silberner Wellenpfahl als Symbol der Glatt an die einst in wirtschaftlicher Beziehung wichtige Rolle des Flusses erinnert.

Umzugssujet

Die Schwamendinger tragen am Sechseläuten die Sonntagstracht der Bauern der Zürcher Landschaft aus der Mitte des 18. Jahrhunderts nach der Darstellung von David Herrliberger aus dem Jahre 1754. Auch die Kostüme der Jungzünfter und des Zunftspiels sind Vorlagen aus dieser Zeit entnommen. Die Reitergruppe trägt die Kavallerieuniform der Zürcher Milizen nach der Ordonnanz von 1837.

Zunftmeister

(seit 2016) Pascal Pauli

Zunftspiel

Musikverein Schwamendingen www.mvschwamendingen.ch

Zunfthaus

Gasthaus Hirschen
Winterthurerstrasse 519, 8051 Zürich
Tel 0443224516

am Sechseläuten Hotel Glockenhof
Sihlstrasse 31, 8023 Zürich
Tel 0442259191

Zunft Witikon

Stadtteil

Witikon

Gründung

1980

Hintergrund

Als Hof des Alemannen Wito im 7. Jahrhundert besiedelt, ist Witikon seit 946 urkundlich erwähnt. 1358 wurde das Dorf an die Stadt verkauft und war dem Grossmünster kirchen- und zehntenpflichtig. 1798, nach dem Untergang des Alten Zürichs, wurde Witikon vorübergehend eine selbstständige Gemeinde. Die Zunft Witikon ist die jüngste Zunft Zürichs. Die Zunftgründung erfolgte knapp 50 Jahre nach der Eingemeindung (1934), nachdem sich das einstmalige 800-Seelen-Dorf zu einem modernen Stadtteil mit rund 10'000 Einwohnern entwickelt hatte.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silbernes Schildbeschläg. Das Zunftwappen ist identisch mit dem früheren Gemeinde- und heutigen Quartierwappen. «Schildbeschläg» sind die Eisenteile, mit denen die Schildplanken auf der Rückseite verschraubt sind.

Göttizunft

Zunft zur Waag und Zunft Hottingen

Umzugssujet

Der Auftritt der Zunft nimmt Bezug auf die Franzosenzeit (1798-1814). Die Kostüme und Uniformen sind im Empire-Stil gehalten. Grund dafür sind die beiden Schlachten von Zürich (Juni und September 1799), bei denen Witikon Schauplatz von Gefechten zwischen Russen und Österreichern einerseits und den Franzosen unter General Masséna andererseits war. Die Reitergruppe trägt die Uniformen der Helvetischen Husaren, der Repräsentations-Garde des Helvetischen Direktoriums, der Regierung der Helvetischen Republik (1798-1803). Das Zunftspiel, die Grenadiermusik Zürich, trägt Uniformen, wie sie Schweizer Grenadiere 1812 an der Beresina getragen haben.

Zunftmeister

(seit 2010) Andreas R. Bihrer

Zunftspiel

Grenadiermusik Zürich

Zunfthaus

Restaurant Elefant
Witikonerstrasse 279, 8053 Zürich
Tel 0443817066

am Sechseläuten Hotel Schweizerhof
Bahnhofplatz 1, 8001 Zürich
Tel 0442188888

Zünfte ausserhalb der Stadt Zürich

Die Landzunft Regensdorf wird hie und da mit den Zünften der Stadt Zürich verwechselt. Sie ist unabhängig und pflegt ein Eigenleben, das sich nicht nur auf historische Traditionen beschränkt, sondern lebhaften Anteil nimmt am lokalen Geschehen und der zukünftigen Entwicklung des Furttals.

Zünfte in anderen Kantonen

Das Zunftwesen beschränkt sich nicht auf die Stadt oder den Kanton Zürich. Auch andere Schweizer Städte haben eine «zünftige Vergangenheit». Wie die Zürcher Zünfte im Zentralkomitee der Zünfte Zürichs zusammengefasst sind, bilden auch in anderen Kantonen Gesellschaften das Dachorgan der einzelnen Zünfte: Das Zunftwesen beschränkt sich nicht auf die Stadt oder den Kanton Zürich.

Zunfthäuser

Als Wahrzeichen der Stadt sind die Zunfthäuser rechts und links der Limmat wertvolle Zeitzeugen und der Stolz vieler Zünfte und Zünfter.

Zunfthäuser der Stadt Zürich

Einige der Zürcher Zünfte besitzen in der Stadt Zürich ein eigenes Zunfthaus. Die stattlichen Häuser prägen Zürichs Stadtbild und sind wertvolle Zeitzeugen. Bei den Gourmets sind sie heute vor allem als Orte des kulinarischen Genusses besonders geschätzt. Zünfte ohne eigenes Zunfthaus haben in der Regel renommierte Gastrobetriebe zu ihrem Zunftlokal gemacht und geniessen dort über Jahre Gastrecht.

Gesellschaft zur Constaffel
Haus zum Rüden
Limmatquai 42, 8001 Zürich
Tel 0442619566

Zunft zur Saffran
Zunfthaus zur Saffran
Limmatquai 54, 8001 Zürich
Tel 0442513740

Zunft zur Meisen
Zunfthaus zur Meisen
Münsterhof 20, 8001 Zürich
Tel 0442112144

Zunft zur Schmiden
Zunfthaus zur Schmiden
Marktgasse 20, 8001 Zürich
Tel 0442505848

Zunft zum Weggen
Restaurant Weisser Wind
Oberdorfstrasse 20, 8001 Zürich
Tel 0442511845

Vereinigte Zünfte zur Gerwe und zur Schuhmachern
Savoy-Hotel Baur en Ville
Paradeplatz, 8001 Zürich
Tel 0442152525

Zunft zum Widder
Widder Hotel
Rennweg 7, 8001 Zürich
Tel 0442242526

Zunft zur Zimmerleuten
Zunfthaus zur Zimmerleuten
Limmatquai 40, 8001 Zürich
Tel 0442505363

Zunft zur Schneidern
Zunfthaus zur Schneidern
Stüssihofstatt 3, 8001 Zürich
Tel 0442617618

Zunft zur Schiffleuten
Hotel Storchen
Weinplatz 2, 8001 Zürich
Tel 0442272727

Zunft zum Kämbel
Zunfthaus zur Haue
Limmatquai 52, 8001 Zürich
Tel 0442523362

Zunft zur Waag
Zunfthaus zur Waag
Münsterhof 8, 8001 Zürich
Tel 0442169966

Stadtzunft
Hotel Marriott
Neumühlequai 42, 8006 Zürich
Tel 0443607070

Zunft Riesbach
Restaurant «zum Grünen Glas»
Untere Zäune 15, 8001 Zürich
Tel 0442516504

Zunft zu den drei Königen
Kongresshaus Dreikönigsaal
Claridenstrasse 3, 8002 Zürich
Tel 0442063636

Zunft Fluntern
Metropol Restaurant
Fraumünsterstrasse 12, 8001 Zürich
Tel 0442005900

Zunft Hottingen
Zunfthaus am Neumarkt
Neumarkt 5, 8001 Zürich
Tel 0442527939

Zunft zu Wiedikon
Gasthof zum Falken
Birmensdorferstrasse 150, 8003 Zürich
Tel 0444635525

Zunft zu Wiedikon
am Sechseläuten
Restaurant Aura
Bleicherweg 5, 8001 Zürich
Tel 0444481144

Zunft Wollishofen
Restaurant Belvoirpark
Seestrasse 125, 8002 Zürich
Tel 0442868844

Zunft Hard
Restaurant Werdguet
Morgartenstrasse 30, 8004 Zürich
Tel 0442425959

Zunft zu Oberstrass
Restaurant Linde Oberstrass
Universitätstrasse 91, 8006 Zürich
Tel 0443622109

Zunft St. Niklaus
Restaurant Carlton
Bahnhofstrasse 41, 8001 Zürich
Tel 0442271919

Zunft Höngg
Restaurant Desperado / Mühlehalde
Limmattalstrasse 215, 8049 Zürich
Tel 0443417040

Zunft Höngg
Sechseläutenabend
Bahnhofbuffet Au Premier
Bahnhofplatz 15, 8001 Zürich
Tel 0442171515

Zunft zur Letzi
Restaurant Turm
Obere Zäune 19 / Napfplatz, 8001 Zürich
Tel 0432683940

Zunft Schwamendingen
Gasthaus Hirschen
Winterthurerstrasse 519, 8051 Zürich
Tel 0443224516

Zunft Schwamendingen
am Sechseläuten
Hotel Glockenhof
Sihlstrasse 31, 8023 Zürich
Tel 0442259191

Zunft Witikon
Restaurant Elefant
Witikonerstrasse 279, 8053 Zürich
Tel 0443817066

Zunft Witikon
am Sechseläuten
Hotel Schweizerhof
Bahnhofplatz 1, 8001 Zürich
Tel 0442188888

Jungzünfter

Die IZV ist der beliebte Treffpunkt junger Zünfter und der ideale Einstieg zum Kennenlernen der zöiftigen Traditionen und Gepflogenheiten.

Die Jungzünfter der Gesellschaft zu Constaffel und der Zünfte haben vor einigen Jahren die interjungzünftige Vereinigung IZV gegründet, um einen Beitrag zur Nachwuchsförderung zu leisten. Die IZV hat das Ziel, die Kameradschaft unter den Jungzünftern der Zünfte Zürichs zu fördern. In der Vereinigung werden jungzünftige Traditionen gepflegt, die Mitglieder setzen sich für ein attraktives und aktives Jungzünfterleben in Zürich ein. Die Jungzünftervereinigung bietet seinen Mitgliedern ein Forum zur Kontaktpflege und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Zünften auf Stufe der Jungzünfter

Interjungzünftige Vereinigung IZV

Zunftmusik

Der Sechseläutenmarsch, gespielt von den Musikcorps der Constaffler und der Zünfte, ist als unverwechselbare Melodie der Ohrwurm des Zürcher Frühlingsfestes.

Der Zürcher Sechseläutenmarsch

Der Sechseläutenmarsch hat eine unverwechselbare Melodie. Er ist trotz ausländischen Wurzeln schon seit Jahrzehnten «eingebürgert» und gilt als des Zürchers heimliche Hymne.

Ursprung: Melodische Ähnlichkeiten finden sich zur Zeit Ludwigs XIV. Ein Komponist ist aber nicht bekannt. Es gilt als sicher, dass sein Ursprung im Zarenreich liegt. In Russland wurde der Marsch als „(Gschwind-) Marsch der Fusstruppen zur Zeit Suworows“ gespielt. Durch die Koalitionskriege (1792 – 1815) entstand ein reger Kontakt zwischen den Bündnistruppen der Russen, Briten, Preussen, Schweden, Österreicher und zahlreichen deutschen Kleinstaaten. Ähnliche melodische Teile finden sich auch im englischen Marsch „Der Coldstreamer“. Preussische Truppen übernahmen ihn und nannten ihn „Marsch der freiwilligen Jäger aus den Befreiungskriegen 1813 – 1815.

Weg in die Schweiz: Ca. 1870 spielten die Konstanzer Regimentsmusik und die Colmarer Dragonermusik am Zürcher Sechseläuten auf. In ihrem Repertoire befand sich auch der besagte Marsch. Der Dirigent der Metallharmonie Zürich-Wiedikon (damals Zunftspiel der Widder-Zunft) Robert Krauer gelangte in den Besitz der Noten. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und so klingen die schwung- und kraftvollen Töne als „Zürcher Sechseläutenmarsch“. Unser Sechseläutenmarsch ist international: Er hat eine russische Mutter mit französischem Einschlag, sowie einen preussischen Vater mit englischer Verwandtschaft und ist heute ein angesehener Schweizer Bürger und Stadtzürcher!

Zunftspiele als tragendes Element

Die Gesellschaft zur Constaffel und die 25 Zünfte werden auf dem Umzug und am Abend bei den Zunftbesuchen von ihrer «Zunftmusik» begleitet. Es ist eine Ehre für Musikkorps aus der Stadt Zürich und der Agglomeration, als zünftige musikalische Begleitung gekleidet in ein historisches Kostüm am Sechseläuten und an weiteren Zunftanlässen auftreten zu dürfen. Die Klänge der insgesamt 28 am Sechseläuten aufspielenden Musikkorps geben dem Fest zusätzlichen Glanz und sorgen für die unverwechselbare Stimmung am Sechseläuten. Ins Repertoire einer jeden Sechseläuten-Musik gehört der Sechseläutenmarsch.