Zunftportraits

Kurzbeschrieb der Zunft zur Schneidern

Berufe «Tuchschaerer, Schnyder und Kuersener (Kürschner)».
Gründung 1336
Hintergrund Alle in dieser Zunft zusammengefassten Berufe standen im Dienste der Bekleidung. Unter «Tuchschärer» sind Berufsleute zu verstehen, die nach heutigem Sprachgebrauch das gewobene Tuch ausrüsten: waschen, walken, pressen, glätten usw. Auf dieses Gewerbe geht die im Wappen abgebildete Tuchschere zurück. In der Folge der Reformation (anfangs 16. Jahrhundert) reglementierten Obrigkeit und Geistlichkeit u. a. den Kleideraufwand der Zürcherinnen und Zürcher bis in die Details. Mit Sittenmandaten, die vornehmlich gegen den Prunk und ausländische Einflüsse gerichtet waren, wurde versucht, die Lust am schönen und aufwändigen Auftreten zu bekämpfen. Um trotzdem die Wünsche der Kundschaft befriedigen zu können, mussten sich die «Modemacher» der Schneidern stets Neues einfallen lassen -- bis zum nächsten Sittenmandat. Die Zunft nannte sich zwischen 1605 und 1907 «Zum Schaaff»; abgeleitet von ihrem Zunfthaus «zum Gälen Schaf».
Wappen Blasonierung: In Rot ein Kürschpfahl zwischen einer silbernen Schneiderschere und einer silbernen Tuchschere. Zwischen 1538 und 1798 wurde -- passend zum damaligen Namen «Zunft zum Schaaff» -- auch im Wappen ein Schaf geführt.
Umzugssujet Die Zünfter tragen den Biedermeierfrack mit Zylinder aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Mit grossen Scheren tauschen sie die Hüte der Zuschauer aus -- wo solche überhaupt noch getragen werden. Die jungen Schneidergesellen -- in ihren unübersehbaren Karo-Hosen -- studieren jedes Jahr ein neues «Ballett» ein, welches sie während des Umzuges vor einem begeisterten Publikum aufführen.
Zunftmeister (seit 2008)
Jörg Zulauf
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Homepage www.schneidern.ch
Zunftspiel Fraktion Stadtmusik Zürich www.stadtmusik.ch
Zunfthaus Zunfthaus zur Schneidern
«zum Königstuhl»
Stüssihofstatt 3
8001 Zürich
Tel G 044 261 76 18