Zunftportraits
Kurzbeschrieb der Zunft zur Schmiden
| Berufe | «Schmidt, Swertfeger, Kannengießer, Gloggener, Spengeler, Sarwuerckel, Schaerer und Bader». Neben den «gewöhnlichen» Schmieden nahm die Zunft auch die Kupfer-, Degen-, Messer-, Büchsen-, Nagel- und Zeugschmiede auf. Dazu die Rot- und Kannengiesser, die Gloggner (Glockengiesser), Zinngieser, Uhrenmacher, Sporrer, Spengler, Feilenhauer, Schleifer, Scherer (Barbiere) und Bader. «Sarwürckel» stellten Panzerhemden und -hosen her. |
| Gründung | 1336 |
| Hintergrund | Betrachtet man die Liste der den Schmieden zugeteilten Berufe, kann es nicht erstaunen, dass die Scherer und Bader sich bald absonderten, eine eigene Kasse führten und 1543 ein eigenes Haus «zum schwarzen Garten» kauften, nach welchem sich ihre Gesellschaft benannte. Die Bader waren verantwortlich für das öffentliche Bade- und Hygienewesen der Stadt. Die Scherer (Barbiere) entwickelten sich mit zunehmender Erfahrung (z. B. in Kriegen) zu Wundärzten und Chirurgen. Aus dem blossen Schröpfen und Amputieren entwickelte sich in ihrem Schoss allmählich eine differenzierte Heilkunde. Das Haus «zum schwarzen Garten» war die erste ärztliche Unterrichtsstätte Zürichs und blieb es bis ins Jahr 1833, als die medizinische Ausbildung an die neu gegründete Universität überging. |
| Wappen | Blasonierung: In Rot eine goldgekrönte goldene Schlange, einen schwarzen Schmiedhammer und eine schwarze Schmiedenzange umschlingend, mit einem am Schwanz hängenden Horn. Hammer und Zange, begleitet von einer Schlange als Symbol des Feuers sind Elemente, welche viele Schmiedenzünfte (im In- und Ausland) in ihrem Wappen führen. Das goldene Horn stammt vom gleichnamigen Haus, welches die Zunft 1412 erwarb und ihr auch eine Zeit lang den Namen gab. |
| Besonderheiten | Eine initiative Gruppe innerhalb der Zunft («Handwerk der Schmide») betreibt eine eigene Schmitte, in welcher alle Zünfter das ursprüngliche Schmiede-Handwerk erlernen und in ihrer Freizeit Gegenstände fertigen können. |
| Umzugssujet | Die Zünfter zeigen die Berufskleidung im 18. Jahrhundert: Ledernes Schurzfell, schwarze Zipfelmütze, das weisse Hemd mit nach innen hochgekrempelten Ärmeln (wegen der stiebenden Funken…), die schwarze Krawatte in der Mitte geknotet. Die Vertreter des «schwarzen Gartens» tragen dunkle Talare. Die Mädchen tragen die Zürcher Kirchentracht, welche in der ersten Hälfte, 18. Jahrhundert getragen wurde bzw. getragen werden musste (Sittenmandate). |
| Zunftmeister |
(seit 2000) Jürg Guggisberg Kontakt aufnehmen |
| Homepage | www.schmiden.ch |
| Zunftspiel | Harmonie Adliswil www.harmonie-adliswil.ch |
| Zunfthaus |
Zunfthaus zur Schmiden Marktgasse 20 8001 Zürich Tel G 044 250 58 48 Fax G 044 250 58 49 Kontakt aufnehmen |
