Zunftportraits
Kurzbeschrieb der Zunft St. Niklaus
| Stadtteil(e) | Oerlikon, Seebach und Affoltern (Stadtkreis 11) |
| Gründung | 1933 |
| Hintergrund | Bereits ein Jahr vor der zweiten Eingemeindung vom Januar 1934 wurde von zwei unterschiedlichen Gruppierungen aus den vier Glatttal-Gemeinden Oerlikon, Seebach, Affoltern und Schwamendigen die Gründung einer Quartierzunft diskutiert und vorangetrieben. Es war eine turbulente Zeit, kam doch in Deutschland gerade Adolf Hitler an die Macht. Vielleicht auch aus diesem Grund fanden sich schon am 28. Dezember 1933 stolze 88 Gründerväter zur offiziellen Zunftgründung zusammen. Mit einer freundnachbarlicher Einigung nahm man beim Namen Bezug auf die in Zürich Nord gelegenen und bereits frühgeschichtlich erwähnten St. Niklaus-Kapellen. Die neue Zunft wurde 1934 vom ZZZ in den Verband der Zünfte Zürichs aufgenommen und nahm im gleichen Jahr auch erstmals am Sechseläuten teil. Mit der Abtrennung von Schwamendingen im Jahre 1971 als Kreis 12, bildete sich dort 1975 eine eigene Quartierzunft, welcher man als Göttizunft zur Seite stand. |
| Wappen | Blasonierung: In Rot ein schräger silberner Wellenbalken, begleitet von einem goldenen Stern und einer silbernen Pflugschar. Das Wappen der Zunft St. Niklaus ist eine Verschmelzung der drei Gemeindewappen von Oerlikon (Pflugschar), Seebach (Fluss und Stern) und Affoltern (Stern). |
| Göttizunft | Zunft zur Schmiden |
| Umzugssujet | Da die Gegend um Oerlikon bis 1442 zur Grafschaft Kyburg gehörte, wählte die Zunft dieses entsprechende Sujet für das Sechseläuten. Für die Ausgestaltung der Kostüme war jedoch nicht das 15. Jahrhundert, sondern die so genannte «Brauchrechnung» massgebend, wie sie etwa um 1750 herum alljährlich im Herbst stattfand. An diesem Tag wurde jeweils die «Brauchsteuer» neu festgelegt. Dies war jene Steuer, die die Verwaltungsaufgaben der Vogtei zu decken hatte. Im Gegenzug organisierte der Vogt ein Fest auf der Kyburg, dessen Auftritt die Zunft am Sechseläuten darstellt. Stolz ist die Zunft auf ihre Kyburger Reiter, einer historisch verbürgten Dragonerkompanie, die sich aufgrund ihrer Verdienste im zweiten Villmergerkrieg das Vorrecht verdiente, die rot-gelbe Uniform zu tragen. |
| Zunftmeister |
(seit 2006) Willy Günther Kontakt aufnehmen |
| Homepage | www.zunft-st-niklaus.ch |
| Zunftspiel | Stadtharmonie Zürich Oerlikon-Seebach www.stadtharmonie.ch |
| Zunfthaus |
Restaurant Carlton Bahnhofstrasse 41 8001 Zürich Tel G 044 227 19 19 |
