Zunftportraits

Kurzbeschrieb der Zunft zum Kämbel

Berufe «Gartner, Oeler und alle Grempler»
Gründung 1336
Hintergrund Die Mitglieder des Kämbel waren ursprünglich keine Handwerker im eigentlichen Sinn, sondern Gewerbetreibende und Lebensmittelkleinhändler. Später wurden auch die Salzleute, die «Wynzügel», die gegen Gebühr Wein in die Fässer abzogen und die im Dienst der Staatskellerei stehenden Weinfuhrleute im Kämbel zünftig. Es war Sache der Zunft, für den Verkauf von Waren durch ihre Mitglieder verbindliche Vorschriften aufzustellen, die von der Obrigkeit vor Inkraftsetzen geprüft wurden. Von 1487 an sind die Grempler im «Kürsiner-Huus» (der Kürschner) auf dem Münsterhof anzutreffen. 1489 erhielt das Haus den Namen «zum Kemel» oder nach anderer Schreibweise «zum Kämbel», wobei der ursprüngliche Bezug zur Kämelziege (Kaameel) der Kürschner mit der Zeit verlorenging. Der bedeutendste Kämbel-Zünfter war wohl Zürichs Bürgermeister, Hans Waldmann (1435 - 1489).
Wappen Blasonierung: In Blau ein goldenes Kamel. Wappen und Name wurde vermutlich vom ehemaligen Zunfthaus am Münsterhof abgeleitet.
Besonderheiten An jedem Sechseläuten legen die Kämbelzünfter, bevor sich an den Umzug begeben, einen Kranz am Denkmal ihres ehemaligen Zunftmeisters, Bürgermeister Ritter Hans Waldmann, nieder.
Umzugssujet Die Kämbelzünfter fallen durch ihre orientalischen Trachten auf. Die Beduinen-Kostümierung ergab sich aus dem Wappentier und prägt das Bild der Zunft seit Beginn des letzten Jahrhunderts. Die Reitergruppe ist bekannt für ihre Art, den Böögg als wilde ungeordnete Schar im forschen Galopp zu umkreisen.
Zunftmeister (seit 2001)
Dr.iur. Beat M. Fenner
Kontakt aufnehmen
Homepage www.kaembel.ch
Zunftspiel Stadtmusik Dietikon www.stadtmusik-dietikon.ch
Zunfthaus Zunfthaus zum Kämbel «Haus zur Haue»
Limmatquai 52
8001 Zürich
Tel G 044 252 33 62
Fax G 044 252 33 47