Zunftportraits

Kurzbeschrieb der Gesellschaft zur Constaffel

Berufe «Des ersten, ritter, edellúte, burgere, die ir geltent gut hant, kouflùte, gewantsnider, wechseler, goltsmide und saltzlùte». Ursprünglich: Städtischer Adel, Ritter und Edelleute, Goldschmiede, Gross- und Salzhändler. Zusätzliche Gruppen ab 1490 bzw. 1713 (siehe nachfolgende Rubrik «Hintergrund»).
Gründung 1336
Hintergrund Als Gegengewicht zu den Handwerkerzünften vereinigte Bürgermeister Rudolf Brun in der Constaffel - «Constabilis» heisst treuer Gefährte - die einflussreichen Kräfte, welche bis 1336 die Stadt regiert hatten. Mit Ratsbeschluss von 1490 («Constaffelbrief») wurden der Gesellschaft zur Constaffel weitere Personengruppen zugeordnet: «Hintersäß (Niedergelassene) in unserer Stadt Zürich wohnend und sesshaft, so keine Zunft habend … Lüt im Kratz oder andere». Diese vom Rat erzwungene Öffnung führte zu einer Spaltung der Gesellschaft in das «Stübli» (alter Kern) und die «bürgerliche Constaffel». 1713 umfassten die «Personen» (die bürgerliche Constaffel) Buchdrucker, Buchbinder, Glaser, Pastetenbäcker, Besitzer von Comestibles-Läden, Färber sowie «alle, die ihres thuns, Gewerbs und Handwerk halben an keine gewisse Zunft gebunden sind».
Wappen Blasonierung: In Silber ein sitzender roter goldbewehrter Rüde mit roter Zunge und goldenem Halsband. Da einzig ihren Mitgliedern das Recht der Jagd zustand, führt die Gesellschaft zur Constaffel in ihrem Wappen einen roten Rüden (Jagdhund), welcher anfangs in Blau gehalten war, bis sich mit der Zeit rot durchsetzte.
Umzugssujet Adlige, Ritter und Ratsherren im 14. Jahrhundert.
Constaffelherr (seit 2008)
Thomas K. Escher
Kontakt aufnehmen
Homepage www.constaffel.ch
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